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© Klaus Fuchs
Auf dem Steingletscher zur Firn- und Eis-Ausbildungstour – Juni 202
14.06.2026

Ohne richtig zu wissen – teilweise waren wir zum ersten Mal auf einem Gletscher - was uns erwartet, 
starteten wir am 3. Juni mit großer Vorfreude und Begeisterung zur von Jörg Rupp geleiteten Firnund Eis-Ausbildungstour unserer Sektion mit dem Ziel Tierbergli Hütte auf dem Steingletscher. Nach 
leider kurzfristiger Absage von Martin Marburger waren wir 5 Kursteilnehmer und Susanne Edlinger, 
Rieke Deumert, Klaus Stumm, Martin Metzger und ich Teil des Teams von Jörg. Wetterbedingt durch 
Schneefall und niedrige Temperaturen hat ein Teil der Gruppe ihre Planung in einem Zelt die erste 
Nacht zu schlafen aufgegeben und letztendlich übernachteten wir alle im Hotel Steingletscher am 
Sustenpass. Die Fahrt verlief reibungslos, alle zusammen im Bus von Jörg und wir genossen morgens 
noch einmal eine warme Dusche und starteten zum wenige Minuten entfernten Parkplatz, von dem 
wir den Aufstieg zur Tierbergli Hütte auf 2.795 m in Angriff nahmen. 
Es war der erste Tag der Wiedereröffnung der 
Hütte für die Sommersaison und der Helikopter 
war bereits im Einsatz, da die Hütte nur über 
den Helikopter versorgt werden kann. Wir 
erreichten schnell die Schneeausläufer des 
Gletschers und stiegen zügig in zweieinhalb 
Stunden zur Hütte auf. Jörg nahm uns die
Illusion, dass es sich um einen gemütlichen 
Ausflug handelt, sondern um eine 
Ausbildungstour mit vielen Inhalten bei allen 
Wetterverhältnissen und so begannen wir 
direkt am Donnerstag nach einem Café in der 
Hütte mit den ersten Ausbildungsthemen am wenige Minuten entfernten Gletscher. Da es sich um 
einen Grundlagenkurs handelte, ging es zunächst einmal darum, sich mit Bergschuhen - später auch 
mit Steigeisen oder auch Schneeschuhen – auf der Vertikalen und Horizontalen auf Schnee und Eis 
zu bewegen. Dabei haben wir den Fall eines Sturzes improvisiert, um dann die richtigen Bewegungen
durchzuführen, um letztendlich auf dem Bauch in der VierFüßler-Position einen Sturz abzubremsen. Als 
Trainingsgelände nutzen wir einen steilen Abhang der flach 
auslief und bei allem Spaß, dass das Ganze bereitet hat, 
hoffen wir alle nicht einmal wirklich in eine gefährliche 
Situation zu gelangen. Für das Erlernen der ersten BasisSicherungsmöglichkeiten begannen wir mit dem Eingraben 
eines T- Ankers unter Verwendung unserer Eispickel als TAnker. Wir waren alle schon etwas überrascht, dass ein 
richtig vergrabener und positionierter T-Anker eine 
Seilschaft von fünf Personen unter vollem Gewicht am 
Steilhang halten kann, ohne dass dieser ausbricht. 
Den Abschluss des Tages bildete ein kurzer Spaziergang mit 
Schneeschuhen über den Gletscher, der uns auch bewusst 
nahe an eine sichtbare Gletscherspalte heranführte, die wir am folgenden Tag für echte 
Spaltenrettung nutzen wollten. Zuvor lernten wir natürlich den Aufbau einer Dreier-
beziehungsweise Mehrpersonen Seilschaft mit allen zu berücksichtigenden Faktoren wie zum 
Beispiel die Entfernung der Bergsteiger innerhalb der Seilschaft, der Notwendigkeit von 
Bremsknoten und deren Abstand zueinander und der Handhabung von Restseillängen am Körper. In 
der Hütte angekommen gab es nur eine kurze Pause und weitere Inhalte wurden theoretisch in der 
gemütlichen und vor allem warmen Hütte vermittelt.
Da es jedoch in der Nacht auf Freitag schneite und die am Vortrag besichtigte Spalte nicht mehr 
sichtbar war, mussten wir aus Sicherheitsgründen das Training der Spaltenrettung auf unseren 
Steilhang unweit der Hütte verlegen. Entgegen der Wettervorhersage hatten mir jedoch Glück mit 
dem Wetter und es gab kaum Niederschlag, sogar teilweise Sonnenschein über den ganzen zweiten 
Tag. Wir übten die Rettungstechniken Mannschaftszug und Lose Rolle (Seilrolle), wobei bei allen 
Übungen jeder Teilnehmer einmal jede Position in der Seilschaft einnehmen musste. 
An jedem Tag referierte ein Kursteilnehmer zwischen den Übungen kurz über eine vorab von Jörg 
verteilte Themenkarte zu Themen wie Umwelt, Tieren und Pflanzen im Hochgebirge. Das war nicht 
nur eine willkommen kurzweilige, interessante Pause, sondern auch immer interessante Aneignung 
von Wissen. Da wir in den angrenzenden Bergen immer wieder Lawinenabgänge sahen und abends 
auch mehrere Schneebretter beobachten konnten, entscheid Jörg 
aus konservativen Aspekten, die für Samstag geplante längere 
Tour auf das Gwächtenhorn auf Sonntag zu verschieben. Am 
Samstag begaben wir uns auf eine etwas kürzere Tour auf den 
Vorder Tierberg. Den mühsam letzten Steilanstieg zum Gipfel auf 
3.091 m gingen wir nicht in der Seilschaft, da im steilen Terrain 
eine gegenseitige Rettung nicht möglich wäre. Jörg sicherte den 
Schlussanstieg jedoch teilweise mittels Fixseil an dem man sich 
wahlweise mit Prusik sichern konnte. 

© Klaus Fuchs
Klettern von der Karlsbader Hütte aus – Juni 2026
16.07.2026

Auf der von Michael Müller geplanten DAV-Tour unserer Sektion zur Karlsbader Hütte (2260 m) in den Lienzer Dolomiten, die ich mit ihm bereits 2023 besuchen durfte, gab es diesmal einen Freiraum für diejenigen Teilnehmer, die sich in erster Linie für das Alpinklettern interessierten. Hierzu ist die Karlsbader Hütte ein idealer Standort, da viele Klettertouren in ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in Zustieg-Entfernung von 30-45 min. möglich sind. Da wir im Vorfeld nicht wussten, ob ein Materialtransport möglich ist, hatten wir das Klettermaterial für 3 Seilschaften auf die Teilnehmer Ursula, Rosi, Gerlinde, Susanne, Claudia, Nitsan und mich aufgeteilt.

Letztendlich organisierte der neue Hüttenwirt René den Materialtransport ab der Dolomitenhütte und der Aufstieg war ganz entspannt. Am ersten Tag erklommen wir den Seekofel über den Domeniggweg. Der Domeniggweg (UIAA III+) ist eine beliebte, 510 Meter lange Kletterroute durch die Nordwand des 2738 Meter hohen Seekofels. Es ist eine relativ einfache 11-Seillängen Route, die jedoch teilweise über loses Geröll führt und daher mit großer Vorsicht wegen Steinschlag Gefahr begangen werden musste. Schlüsselstelle war ein enger Kamin in den ersten Seillängen. Der Abstieg über den Seekofel Klettersteig war noch einmal Kräfte zehrend und da wir uns mit dem Finden des Einstiegs am Morgen sehr schwertaten, und erst um 11:00 Uhr in die Route eingestiegen sind, waren wir gleich am ersten Tag erst um 19:00 Uhr zurück und erschienen 1 Stunde verspätet zum Abendessen.

Ein Teil der Klettergruppe nahm am Dienstag den Laserz Klettersteig in Angriff, den im Laufe der Woche auch Michael und seine Truppe erklimmen wollten. Der Laserz Klettersteig ist eine schöne Ferrata durch die fast 400 m hohen Westabbrüche der Kleinen Laserzwand. Der durchaus anspruchsvolle Klettersteig (durchweg im C / D Bereich) hat eine Kletterlänge von 620 m, ist steil und ausgesetzt aber immer hervorragend durch ein Drahtseil gesichert und hält immer wieder gute Tritte zum Ausruhen bereit.

Susanne und Claudia dagegen nutzten den Dienstag zur Besteigung der Bügeleisenkante, eine eher leichte Kletterroute aber mit zwölf Seillängen sehr lang. Die Tour führt über die Westwand ebenfalls auf die Kleine Laserzwand (2568 m) und wir konnten die beiden vom Klettersteig aus immer wieder beobachten.

Da ihre Tour deutlich länger dauerte als der Klettersteig nahmen wir den Abstieg zur Hütte separat in Angriff; eigentlich treffen sich beiden Touren oben auf der Kleinen Laserzwand.

Die Königstour war für Mittwoch geplant, und zwar mit der Begehung der Nordwestkante der Vorderen Gamsspitze (2454 m), die wir mit zwei 2er Seilschaften (Ursula/Rosi und Susanne/Klaus) angingen. Es handelte sich um eine acht Seillängen Tour, die durchweg im oberen Dreier und Viererbereich angesiedelt ist. Hier ging es am Anfang wieder durch einen Kamin und ein Großteil der Route verläuft über steile Platten, die jedoch immer wieder gute Griffe und Halt boten, teilweise musste man jedoch auf die Felskante ausweichen.

Die Tour endet am Ende des Madonnen Klettersteig, wobei wir uns diesen die letzten Meter abgeseilt haben, da wir aus Gewichtsgründen kein Klettersteig Set mitgenommen hatten. Nach dem Abstieg zum Kerschbaumer Törl (2285 m) war da nicht mehr weit zu kalt vor der Hütte und wir kamen nach einer fantastischen Tour bei bestem Wetter dort an.

Eine dritte Tour war dann für Freitag geplant und diesmal ging es den Haspinger Weg hinauf zur Kleinen Teplitzer Spitze (2613 m); die Tour bietet sechs Seillängen (ca. 250 m) im Schwierigkeitsgrad IV (UIAA). Um Einstiegsprobleme zu vermeiden, erkundeten wir am Vortag den Einstieg, der unweit der Hütte über steiles Geröll und eine felsige Quertrasse gut zu erreichen war.

Die Tour war insbesondere auf den ersten drei Seillängen anspruchsvoll, wobei sich ein feuchter Übergang am Ende der zweiten Seillänge weniger dramatisch als beschrieben darstellte. Auch diese Tour absolvierten wir ohne Zwischenfälle und der Abstieg erfolgte durch das Ödkar erneut zum Kerschbaumer Törl und von dort 45 Minuten weiterer Abstieg zur Karlsbader Hütte.

Beim Abstieg sahen wir auf die Große Teplitzer Spitze um die die Klettertour verlängerbar wäre und auch auf den Simonskopf (2687 m) auf der anderen Seite des Ödkars, der auch eine schöne und anspruchsvolle, erschlossene Kletterroute bereit hält.

Es gäbe also noch ausreichend Pläne, die Karlsbader Hütte in den Lienzer Dolomiten ein weiteres Mal zu besuchen.

Alle durchgeführten Routen waren relativ gut gesichert und so trugen wir das Sicherungsmaterial (1 Satz Friends / 1 Satz Keile pro Seilschaft) weitestgehend immer nur Spazieren. Auch nahezu alle Stände waren sehr gut mit zwei Haken gesichert.

Bei bestem Wetter haben alle Touren viel Spaß und Freude bereitet und waren für Einsteiger und Fortgeschrittene immer eine gut zu schaffende Herausforderung.

Klaus Fuchs

© Klaus Fuchs
Alpinkletterkurs auf der Bergseehütte – Juli 2026
07.08.2026

 

Noch zwei kurzfristigen Absagen machte sich am 08. Juli die Rumpftruppe aus vier Teilnehmern (Rieke Deumert, Christoph Eckert, Yannik Stoffel und ich, Klaus Fuchs) nebst unseren beiden Ausbildern Ingo Posth und André Degro auf dem Weg in die Schweiz zur Bergseehütte.

Wir trafen uns am Parkplatz des Göscheneralpsees, nachdem wir André am Bahnhof in Göschenen abgeholt hatten und Christoph, der in der Zwischenzeit in der Schweiz arbeitet und selbstständig anreiste. Die Bergseehütte ist nur per Fuß zu erreichen und der Aufstieg von der Göscheneralp dauerte ca. 2 Stunden mit dem Gepäck inklusive Kletterausrüstung. Die Hütte liegt auf 2370 m in den Urner Alpen im Kanton Uri und Toni Fullin ist dort seit nahezu 40 (!!) Jahren Hüttenwirt. Toni ist annähernd 80 Jahre alt und gilt als Kletterurgestein in der Schweiz. Sein Alter hält ihn nicht davon ab den Fußweg zur Hütte rauf und runter zu flitzen und auch die Touren in der Region instand zu halten. Er hat nahezu alle Kletterrouten (über 300 Seillängen insgesamt) und den Krokodil Klettersteige in der Region selbst angelegt und war natürlich unser prädestinierter Auskunftgeber in den nächsten Tagen, oder (dieses Wort hing er ans Ende jast jeden Satzes was in der Schweiz häufig zu hören ist)? Unsere Tour fiel genau in eine der extremen Hitzewellen dieses Sommers und während es im Saarland bis zu 40° Grad warm war, war es auf unserer Höhe bei Temperaturen mit gegen 20° tagsüber durchaus auszuhalten. Da es sich um eine Ausbildungstour handelte, starteten wir dann auch gleich am Nachmittag des ersten Tages nach Ankunft auf der Hütte an einem unweit der Hütte gelegenen Sportkletter-Felsen. Ganz typisch war der feste Granit, der uns auch in den nächsten Tagen immer wieder auf unseren Routen erwartete, aber auch viele steile Platten, die eine sehr gute Technik des Kletterns unter Reibung erforderte, um fehlende Halterungen und Spalten für Griffe auszugleichen. Da wir auch nach dem Abendessen erneut zu diesem Sportfelsen aufbrachen, war es schon ein langer Tag, der aufgrund der frühen Abreise ja bereits um 3:00 Uhr begann. Die Bergseehütte ist sehr gemütlich, wir hatten eine kleine Schlafkammer für uns zu sechst, das Essen war jeden Tag hervorragend. Was in den Schweizer Hütten immer sehr schön ist, dass nicht Einzelportionen, sondern Portionen pro Tisch serviert werden, dazu mit reichlich Nachschlagmöglichkeiten. Die fehlende Dusche konnte durch den nah gelegenen Bergsee ausgeglichen werden, wobei das schöne Wetter zwar immer wieder zum Baden einlud, aber das straffe Programm dies zeitlich nicht immer zuließ.

So starteten wir am Donnerstag zu einem Kletter-Lernfelsen, der im Vorfeld des Schijenstock (3.161 m) angelegt ist und auf vier Seillängen im Schwierigkeitsgrad 3-4 einen idealen Einstieg für den Kurs darstellte. Da alle Teilnehmer Vorkenntnisse im Felsklettern hatten, ging es in erster Linie darum

Sicherungstechniken innerhalb einer Seilschaft zu vertiefen. Der Lernfelsen war so angelegt, dass die Ausbilder im Prinzip fußläufig jeden Standplatz erreichen konnten und so immer mit Tipps und Anregungen zur Seite standen.

Am Freitag wollten wir uns dann doch in etwas schwierigeres Terrain vorwagen und teilten uns in zwei 3er Seilschaften; während Yannik und Rieke mit André unterwegs waren, bildete ich mit Christoph und Ingo eine Seilschaft und es ging auch darum noch einmal intensiv mit Doppelseil zu Sichern und zu Klettern. Tagesziel waren zwei dem Bergseeschijen (2.820 m) vorgelagerten Türme, auch Vorbau genannt, die wir mit jeweils zwei 2-3 Seillängen bis zum oberen 4er Schwierigkeitsgrad erkletterten. Die Routen verliefen teilweise zu dem bereits erwähnten Krokodilklettersteig dessen Felsformation an einer Stelle tatsächlich einem riesigen Korokodilmaul gleicht. An dieser Stelle seilten wir uns ab, um auch diese Technik noch einmal anzuwenden.

Für Samstag hatten wir eigentlich geplant über den Südgrat des Hochschijen (2.634 m) zu klettern. Allerdings handelt es sich hier um 10 Seillängen und für den Nachmittag gab es eine akute Gewittermeldung. Wir entschieden stattdessen den berühmten Südgrat (bis 5a) des Bergseeschijen anzugehen, da es hier die Möglichkeit gab die Route je nach Wetter früher oder später abzuseilen. Trotz frühem Start waren wir nicht die erste Seilschaft und auch hier erwartete uns griffiger, fester Granit und fantastische Platten- und Gratkletterei. Die auf der Webseite der SAC Sektion Angenstein gefundene Beurteilung, dass es sich vielleicht um die schönste Grattour des ganzen Landes handelt, wurde bestätigt. Die Hakenabstände waren teilweise doch sehr weit und wir Teilnehmer waren über die ein oder andere gelegte Zwischeesicherung sehr froh, die mich trotzdem nicht vor einem gimpflich verlaufenden Seilsturz bewahrte. Es war von vornherein klar, dass wir nicht bis auf den Gipfel aufsteigen werden und der stark zunehmende Wind veranlasste uns nach der 5. Seillänge zur Umkehr per Abseilen. Dies war auch eine wichtige Erkenntnis zum Thema Zeitmanagement, denn gerade in Mehrpersonen Seillschaften kann das Abseilen, auch bei nicht ausreichend Übung hierin, sehr zeitraubend sein. Auch hier ging es darum die Abläufe sauber aber dann auch zeitoptimiert auszuführen. Am Ende waren wir mit Pausen über 5 Std.für diese 5 Seillängen mit Auf- und Abstieg unterwegs. Es klingt wie aus einer anderen Welt, dass Toni Fullin den ganzen Weg zum Gipfel in seiner Glanzzeit innerhalb 8 Minuten und den Absteig innerhalb von 12 Minuten gemeistert hat. Bei aller Klasse bin ich jedoch kein Freund von ungesicherten Klettertouren da, egal bei welchem Niveau des Kletterers, das Risiko exponentiell ansteigt. So oder so jedoch eine absolut fantastische und kaum nachzuvollziehende Leistung nachdem man selbst im Südgrat geklettert ist.

Nach Rückkehr zur Hütte und noch etwas ausbleibendem Gewitter war dann doch noch ausreichend Zeit, erneut in den Bergsee zu springen und etwas länger dort zu verweilen.

André und Ingo stellten uns vor die Herausforderung, den letzten Tag Sonntag selbstständig zu planen. Diess war auch eine insgesamt sehr gute Erfahrung da neben Wetter, Routenlänge, deren Schwierigkeitsgrade, Aufteilung der Seilschaften und natürlich auch der Abstieg zum Auto und Rückreise berücksichtigt werden mussten. Wir entschieden uns daher zum Nahe unterhalb der Hütte gelegenen Klettergarten Glattenberg, der in eine Ost und West Sektion unterteilt ist. Hier stehen nahezu 20 1 bis 4 Seillängen in nach oben offenen Schwierigkeitsgarden zur Verfügung. Zunächst einmal wollten wir uns an einer Einzellänge des Schwierigkeitsgrad 6a versuchen. Leider stellte sich jedoch schnell heraus dass dies im Vorsteig für uns noch nicht machbar ist. Doch nachdem Ingo die Route dann erstmalig erklommen hatte und ein Toprope einrichtete, war es uns vereinzelt möglich, diese schwierigere Route zu bewältigen und dabei viel, insbesonde zur Reibungstechnik, zu lernen.

Um die Mittagspause auf der Hütte zu verbringen war im Anschluß im Westsektor die 4 Seillängen Tour „Hippy“ (bis 4c) geplant und am Nachmittag sollte im Ostsektor zum Abschluß noch eine einfache Route (Jugendweg -3 c) folgen. Der Aufstieg zur Hütte dauerte jedoch viel länger als geplant, da wir auch mit zwei Seilschaften auf der gleichen Route unterwegs fahren und so fiel die Nachmittagsroute aus und wir begaben uns direkt zum Abstieg zur Göscheneralp. Toni war so nett uns die Parkkarten zu entwerten, was uns immerhin ca. 40 CHF pro Fahrzeug einsparte.

Nach einem Abschlusskaffee auf der Göscheneralp traten wir die Heimreise nach 5 tollen, erlebnis- uns lehrreichen Tagen auf der Bergseehütte an. Diese verlief ohne Zwischenfälle und es war fast Mitternacht bis alle gut zu Hause ankamen.

Klaus Fuchs / August 2026

topografische Linien - grau
Felskletterkurs 2026
Von den ersten Knoten bis zur Mehrseillänge
26.04.2026

Wer Klettern am Naturfels lernen wollte, war beim Felskletterkurs 2026 der Steinbeisser genau richtig. Nach der Vorbesprechung in der Geschäftsstelle starteten 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei intensive Wochenenden, die aus Theorie schnell echte Felspraxis machten.

 

 

 

 

topografische Linien - grau
In der Sonne der Provence
Kletterfreunde in Orpierre, 2025
10.11.2025

Wenn man eine Woche lang bei bestem Wetter in Südfrankreich verbringt, in einem netten Dörfchen umgeben von Kalkfelsen und einer bunt gemischten Truppe zwischen 30 und 80 Jahren, dann weiß man: Das kann nur gut werden – und sehr unterhaltsam.

Schon bei der Ankunft in Orpierre wurde klar, dass wir es mit einem echten Kletterparadies zu tun hatten. Einige von uns waren schon ein- oder sogar mehrmals dort, aber für andere war es eine gänzlich neue Erfahrung. Die Felsen ragen dort majestätisch in den Himmel – und das Beste: Alle Sektoren sind fußläufig erreichbar. Kein mühsames Auto-Tetris, kein endloses Serpentinenfahren – nur ein gemütlicher Spaziergang vom Campingplatz bis zum Fels. OK, ab und zu gönnten wir uns zu den etwas weiter entfernten, hoch liegenden Sektoren eine Abkürzung mit dem rollenden Untersatz 😉

Das Wetter meinte es fast zu gut mit uns. Eine Woche Sonne, blauer Himmel, kein Tropfen Regen – perfekt zum Klettern! Nach der vorgezogenen Herbstdepression mit regnerisch-trüb-kaltem Wetter, das in den Tagen vor der Fahrt das Saarland beherrschte, war das eine echte Wohltat für uns alle.

Die Gemeinschaft war ebenso stabil wie unsere Standplätze in der Wand. Tagsüber fanden sich flugs passende Seilschaften zusammen und abends verwandelte sich der Campingplatz in den einzelnen Mobilehomes und Vans in eine Mischung aus Kochshow und Bergsteigerkongress. Auf den Gasherden brodelten kulinarische Köstlichkeiten, während an den Tischen über Sicherungstechniken, die Routenauswahl für den nächsten Tag und den Speiseplan für die nächsten Tage diskutiert wurde. So zumindest meine Annahme, denn in unserer Viererrunde war das so.
Besonders die Mehrseillängenrouten waren ein Highlight. Wer morgens noch beim Kaffee behauptet hatte, „heute mach ich’s gemütlich“, fand sich wenig später in der dritten Seillänge einer 100-Meter-Wand wieder – mit einem breiten Grinsen und leicht zitternden Waden.
Schon zur Tradition geworden ist das Abschlussessen mit der gesamten Truppe in der örtlichen Gastronomie. Dieses ist immer eine tolle Gelegenheit, um sich nochmal intensiv über die Erlebnisse in der Woche auszutauschen und schon Ideen für kommende Kletterfahrten zu sammeln. Ich glaube, unser Tisch hat dabei akustisch den gesamten Raum beherrscht.

Am letzten Abend waren sich alle einig: Orpierre ist und bleibt ein Traumziel für Kletterfans – egal ob mit 30 oder mit 80. Sonne, Fels, Gemeinschaft und das unbestechliche Gefühl, nach einem langen Tag am Fels zusammen zu sitzen, lecker zu essen und die Hände voller Chalk und Geschichten zu haben.

Fazit:
Eine Woche Orpierre – das war wie eine gute Mehrseillänge: Sonnig, fordernd, wunderschön – und am Ende will man sofort wieder einsteigen. 🧗‍♂️☀️🇫🇷
An dieser Stelle vielen lieben Dank an Bernhard, der uns jedes Jahr zu den schönsten Kletterzielen in Frankreich führt und die Fahrt immer mit viel Engagement organisiert! Ich frage mich nur, wie er es immer schafft, dass das Wetter so unglaublich gut ist…🤔

© Carsten Zöhler
Aufholen nach Corona II
Schnupperklettern mit der Grundschule Oberthal wurde etabliert
13.09.2023

Auch im Jahr 2023 veranstaltete unsere Sektion im Rahmen des Aktionsprogramms des Bildungsministeriums „Aufholen nach Corona“ Schnupperklettern mit den Grundschülern der 3. und 4. Klasse der Grundschule Oberthal. Die Events haben mittlerweile Tradition und sorgen bei den Kindern jedes Mal für Begeisterung. Sonja, Ramona, Rudi, Joachim und Carsten begleiteten den Nachwuchs bei ihren ersten vertikalen Erfahrungen beim Klettern und bei verschiedenen Boulderspielen. Beim Sichern konnten Sie Verantwortung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler übernehmen. Mit vielen positiven Emotionen und sichtlich geschafft kehrten sie nach einem erfolgreichen Vormittag zur Schule zurück. Gerne setzen wir die gute Kooperation mit der Grundschule auch im Herbst 2023 weiter fort.

© Carsten Zöhler
Schnupperklettern für Kinder in Audun-le-Tiche
mit Bernhard Paul und Carsten Zöhler
22.07.2023

Am 22.07.2023 brachen wir mit 15 Kindern im Alter von 9 bis 13 Jahren von Sotzweiler aus zu einer Tagestour nach Audun-le-Tiche auf. Bei bestem Kletterwetter und mit viel Vorfreude und ausreichend Proviant im Gepäck, verteilten sich die Nachwuchskletterer auf die Autos und wir konnten über Luxembourg Richtung Frankreich starten.

© Carsten Zöhler
Aufholen nach Corona
01.08.2022

Schnupperklettern mit den 4. Klassen der Grundschulen Hasborn und Oberthal.
An insgesamt 4 Terminen veranstaltete unsere Sektion im Rahmen des Aktionsprogramms des Bildungsministeriums „Aufholen nach Corona“ Schnupperklettern mit verschiedenen Grundschulklassen.