© Klaus Fuchs
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Auf dem Steingletscher zur Firn- und Eis-Ausbildungstour – Juni 202

14.06.2026

Ohne richtig zu wissen – teilweise waren wir zum ersten Mal auf einem Gletscher - was uns erwartet, 
starteten wir am 3. Juni mit großer Vorfreude und Begeisterung zur von Jörg Rupp geleiteten Firnund Eis-Ausbildungstour unserer Sektion mit dem Ziel Tierbergli Hütte auf dem Steingletscher. Nach 
leider kurzfristiger Absage von Martin Marburger waren wir 5 Kursteilnehmer und Susanne Edlinger, 
Rieke Deumert, Klaus Stumm, Martin Metzger und ich Teil des Teams von Jörg. Wetterbedingt durch 
Schneefall und niedrige Temperaturen hat ein Teil der Gruppe ihre Planung in einem Zelt die erste 
Nacht zu schlafen aufgegeben und letztendlich übernachteten wir alle im Hotel Steingletscher am 
Sustenpass. Die Fahrt verlief reibungslos, alle zusammen im Bus von Jörg und wir genossen morgens 
noch einmal eine warme Dusche und starteten zum wenige Minuten entfernten Parkplatz, von dem 
wir den Aufstieg zur Tierbergli Hütte auf 2.795 m in Angriff nahmen. 
Es war der erste Tag der Wiedereröffnung der 
Hütte für die Sommersaison und der Helikopter 
war bereits im Einsatz, da die Hütte nur über 
den Helikopter versorgt werden kann. Wir 
erreichten schnell die Schneeausläufer des 
Gletschers und stiegen zügig in zweieinhalb 
Stunden zur Hütte auf. Jörg nahm uns die
Illusion, dass es sich um einen gemütlichen 
Ausflug handelt, sondern um eine 
Ausbildungstour mit vielen Inhalten bei allen 
Wetterverhältnissen und so begannen wir 
direkt am Donnerstag nach einem Café in der 
Hütte mit den ersten Ausbildungsthemen am wenige Minuten entfernten Gletscher. Da es sich um 
einen Grundlagenkurs handelte, ging es zunächst einmal darum, sich mit Bergschuhen - später auch 
mit Steigeisen oder auch Schneeschuhen – auf der Vertikalen und Horizontalen auf Schnee und Eis 
zu bewegen. Dabei haben wir den Fall eines Sturzes improvisiert, um dann die richtigen Bewegungen
durchzuführen, um letztendlich auf dem Bauch in der VierFüßler-Position einen Sturz abzubremsen. Als 
Trainingsgelände nutzen wir einen steilen Abhang der flach 
auslief und bei allem Spaß, dass das Ganze bereitet hat, 
hoffen wir alle nicht einmal wirklich in eine gefährliche 
Situation zu gelangen. Für das Erlernen der ersten BasisSicherungsmöglichkeiten begannen wir mit dem Eingraben 
eines T- Ankers unter Verwendung unserer Eispickel als TAnker. Wir waren alle schon etwas überrascht, dass ein 
richtig vergrabener und positionierter T-Anker eine 
Seilschaft von fünf Personen unter vollem Gewicht am 
Steilhang halten kann, ohne dass dieser ausbricht. 
Den Abschluss des Tages bildete ein kurzer Spaziergang mit 
Schneeschuhen über den Gletscher, der uns auch bewusst 
nahe an eine sichtbare Gletscherspalte heranführte, die wir am folgenden Tag für echte 
Spaltenrettung nutzen wollten. Zuvor lernten wir natürlich den Aufbau einer Dreier-
beziehungsweise Mehrpersonen Seilschaft mit allen zu berücksichtigenden Faktoren wie zum 
Beispiel die Entfernung der Bergsteiger innerhalb der Seilschaft, der Notwendigkeit von 
Bremsknoten und deren Abstand zueinander und der Handhabung von Restseillängen am Körper. In 
der Hütte angekommen gab es nur eine kurze Pause und weitere Inhalte wurden theoretisch in der 
gemütlichen und vor allem warmen Hütte vermittelt.
Da es jedoch in der Nacht auf Freitag schneite und die am Vortrag besichtigte Spalte nicht mehr 
sichtbar war, mussten wir aus Sicherheitsgründen das Training der Spaltenrettung auf unseren 
Steilhang unweit der Hütte verlegen. Entgegen der Wettervorhersage hatten mir jedoch Glück mit 
dem Wetter und es gab kaum Niederschlag, sogar teilweise Sonnenschein über den ganzen zweiten 
Tag. Wir übten die Rettungstechniken Mannschaftszug und Lose Rolle (Seilrolle), wobei bei allen 
Übungen jeder Teilnehmer einmal jede Position in der Seilschaft einnehmen musste. 
An jedem Tag referierte ein Kursteilnehmer zwischen den Übungen kurz über eine vorab von Jörg 
verteilte Themenkarte zu Themen wie Umwelt, Tieren und Pflanzen im Hochgebirge. Das war nicht 
nur eine willkommen kurzweilige, interessante Pause, sondern auch immer interessante Aneignung 
von Wissen. Da wir in den angrenzenden Bergen immer wieder Lawinenabgänge sahen und abends 
auch mehrere Schneebretter beobachten konnten, entscheid Jörg 
aus konservativen Aspekten, die für Samstag geplante längere 
Tour auf das Gwächtenhorn auf Sonntag zu verschieben. Am 
Samstag begaben wir uns auf eine etwas kürzere Tour auf den 
Vorder Tierberg. Den mühsam letzten Steilanstieg zum Gipfel auf 
3.091 m gingen wir nicht in der Seilschaft, da im steilen Terrain 
eine gegenseitige Rettung nicht möglich wäre. Jörg sicherte den 
Schlussanstieg jedoch teilweise mittels Fixseil an dem man sich 
wahlweise mit Prusik sichern konnte.